Lange Ruhe und nun?

Ein erneutes Hallo!

Lange war es ruhig hier, aber nun geht es wieder los.

Das Stay Rebel 2012 ist in der Blüte seiner Planung und wir freuen uns euch die ersten Acts bekannt zugeben!

Der erste DJ in der DJ-Ecke wird dieses Jahr die Neuentdeckung kïba. kïba verwöhnt eure Ohren mit House und Tech_House!

Außerdem gibt’s Drum & Bass von Pats und Shawne von der Fraktion42. Und von Cursive.

Hört ruhig rein!

Auf der Mainstage rappt dieses Jahr Refpolk für euch!
Eine ordentliche Ladung Punkrock bringt euch Eleanor Lance.

Außerdem gibt es dieses Jahr wieder eine Kleinkunstbühne.

Karl-Heinz Feuermelder und die durchgeknallten Brandstifter_innen und FaulenzA sind die ersten Acts, die wir dieses Jahr für euch im Angebot haben!

Natürlich wartet das Stay Rebel dieses Jahr mit weiteren Acts auf, also schaut immer mal wieder rein!

02.06.12 – 14.00 – Park der OdF – STAY REBEL FESTIVAL

Wir sagen Nein zur Extremismusklausel!

Die Organisationsgruppe des Stay Rebel Festival ruft zu einer Aktion gegen die Extremismusklausel morgen um 18:40 im Park der Opfer des Faschismus auf. Es ist nötig ein deutliches Zeichen gegen den undemokratischen Bekenntniszwang zu setzen.

Seit mehreren Monaten hält die Kritik an der Extremismusklausel, oder wohlwollend Demokratieerklärung, an. Die Erklärung ist offensichtlich undemokratisch. Mit der Abgabe eines Bekenntnis wird eindeutig gegen die freie Meinungsäußerung verstoßen. Ein Bekenntnis kann in der Regel nur von Personen im Staatsdienst verlangt werden oder wird durch Mitglieder von Religionsgemeinschaften abgelegt. Wo darin die Stärkung demokratischer Freiheiten steckt, verraten die zahlreichen positiven Umschreibungen der Klausel und die Relativierungen um sie nicht. Auch beigefügte Erklärungen führen eher zu einer größeren Besorgnis als zur Klärung offener Fragen.

„Wir sehen dies als offenen Misstrauensbeweis gegenüber demokratischen Projekten“, so die Organisator_innengruppe. „Uns würde eher einmal die Gegenfrage interessieren. In wie weit Teile der Regierung, Verwaltung und anderer staatlicher Institutionen undemokratisch sind? Offensichtlich wird dies ja gerade bei Themen, wie der Rolle des Verfassungsschutzes während des NPD-Verbotsverfahrens, Übergriffe von Polizeibeamt_innen während friedlicher Aktivitäten gegen einen Naziaufmarsch am 5. März in Chemnitz, einer menschenverachtenden Asylpolitik oder eben genau bei dieser Klausel mit Bekenntniszwang.“

Die Organisator_innen rufen alle Menschen auf, die ein Zeichen gegen Bekenntniszwang und für freie, kritische und weitgehend unabhängige demokratiefördende Projekte setzen wollen, sich am morgigen Samstag um 18:40 vor der Hauptbühne im Park der Opfer des Faschismus einzufinden.

Hintergrundinformation zum Stay Rebel Festival

Samstag 28.Mai: Fünf Jahre Stay Rebel Festival. Die Veranstalter_innen des Festivals erwarten einen Ansturm von über 600 Besucher_innen im Park der Opfer des Faschismus. Ein reichhaltiges Programm an Bands, DJs, Vorträgen und vieles mehr lädt ab 14:00 zum Vorbeikommen ein.

Das Stay Rebel Festival ist eine Kundgebung unter dem Motto „Aufstand im Schlaraffenland“. Ein wichtiger Aspekt ist die politische Bildung. Redebeiträge zu verschiedenen Themen werden den ganzen Tag über von der Bühne zu hören sein. Vor allem junge Menschen soll dazu ermutigt werden sich aktiv mit der Gesellschaft auseinander zu setzen, an demokratischen Prozessen zu partizipieren und auch nach ihren Wünschen und Bedürfnissen neu zu gestalten. Das Festival setzt dabei auf eine klare Positionierung gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus und anderen menschenverachtenden Einstellungen, die in der gesamten Chemnitzer Bevölkerung vorzufinden sind.
Zwei Vortragszelte laden von 15 bis 19 Uhr über Themen wie Asyl und Rassismus, Sexismus im Hip-Hop und Kritik an der Jugendsubkultur ein. Eine Diskussionsrunde mit Vertreter_innen (ehemaliger) Wohn- und Kulturprojekte in Chemnitz, unter anderem mit Vertreter_innen des neuen Projekts an der Leipziger Straße (Kompott), diskutieren über Alltag, Ziele und Probleme in ihren Projekten. Gemeinnützige Initiativen und Verbände sowie außerparlamentarischen Jugendgruppen bieten Informationsstände an.

Auf einer großen Bühne werden Bands aus verschiedenen Genres spielen. Des Weiteren gibt es eine Kleinkunstbühne. Die DJs der Fraktion42 werden die ganzen Tag über auflegen. Graffitiwände laden geübte und ungeübte Interessierte zum Ausprobieren ein. In der Artist_innen-Ecke können sich jung und alt austoben.

Das Festival wird zum Großteil aus Mitteln der Stadt Chemnitz gefördert u.a. aus dem Lokalen Aktionsplan, der für eine aktive Teilhabe an politischen Prozessen als auch für ein Engagement gegen menschenverachtende Einstellungen wirbt. Dies alles könne interessierte Menschen im Zeitraum von 14.00 bis 23.00 Uhr im Park der Opfer des Faschismus entdecken.

Vollständiges Programm jetzt online

Unser vollständiges Programm ist jetzt online. Uhu! Ab 14:00 wird das Festival am Samstag (28. Mai) starten.

Mainstage

ZANN (Hardcore//Leipzig)
Lick Quarters (Ska/Reagge//Halle)
Sookee, Tapete, Crying Wölf (Rap/HipHop//Berlin)
Sputnik Booster (Elektro//Bayern)
Murder She Said (Hardcore//Chemnitz)
Dolphins Are Gray Sharks(Trancecore//Chemnitz)

Kleinkustbühne

Gantenbein (Singer/Songwriter//Leipzig)
Seize theDay (Folk/Blues//Chemnitz)
delsol soundsystem (Reggea/Dub/Hip-Hop//Argentinien)

DJ-Ecke

Nano42
Mary Jane42
Repulse
Piet42
Gendai
Shaolin42
DNB Trebor
Stewka

Workshopprogramm
- „Die Festung Europa“ – Asyl und Rassismus
- Mein Haus, Meine Straße, Meine Subkultur – Diskussion zur Entwicklung der Chemnitzer Häuserszene
- „Ewig stampft die Popmaschine“
- „Schwule Rapper, es wird Zeit, dass wir Tacheles sprechen…“

Stay Rebel ist extrem cool und extrem erfolgreich!

Am kommenden Samstag, den 28.Mai findet zum fünften Mal das Stay Rebel Festival statt. Unter dem Motto „Aufstand im Schlaraffenland“ soll darauf hingewiesen werden, dass wir noch lange nicht im Schlaraffenland leben. Rassismus, Antisemitismus und Sexismus sind nach wie vor weit verbreitet und eine Extremismusklausel wird dagegen auch nicht helfen!

Vor fünf Jahren hieß es das erste Mal im Park der Opfer des Faschismus Stay Rebel. Angetreten war das Festival mit einer Mischung aus Unterhaltung und politischer Bildung. Nach wie vor steht das Stay Rebel für eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft. Das Festival Konzept war so erfolgreich, dass es im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz 2009“ des Bundesinnenministerium als ideenreiches und wirkungsvolles Beispiel für zivilen Engagement ausgezeichnet wurde.

Doch sehen wir unser Engagement durch die aktuelle Extremismusklausel gefährdet. Nicht nur das wir diese Klausel als höchst undemokratisch bewerten, hier werden demokratische Akteure unter Generalverdacht gestellt. Die Konsequenzen dieser Klausel reichen von einer einfachen Unterschrift, über das Ausspionieren von Kooperationspartnern bis zur Zensur von Öffentlichkeitsarbeit.
Das Stay Rebel wird durch den sehr begrüßenswerten Lokalen Aktionsplan der Stadt Chemnitz gefördert. Dieser wird nun durch Bundesmittel aufgestockt – ein gutes Zeichen. Diese Mittel haben allerdings die Extremismusklausel als Voraussetzung. Wir halten ein klares Statement aus den Reihen der Stadt gegen die Klausel für notwendig, so wie es vor kurzem in Leipzig geschah.



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